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Kunst und Kultur im Reuterkiez

kunstreuter MEETISCH am 25. Juli @ YUMA : Zukunft!

Claudia | 19. Juli 2012

Liebe Freund*innen *** von beflügelnder Kunst und Kultur im Reuterkiez,

wir möchten euch herzlichst zum kommenden MEETISCH – dem offenen Stammtisch für Kulturaktivisten und Kunstgenießer im Reuterkiez – einladen:

Wir treffen uns am Mittwoch, 25. Juli ab 20 Uhr in der YUMA Bar, Reuterstraße 63 www.yuma.de.

Diesmal möchten wir nicht nur „einfach so“ über dies und das und alles mögliche mit euch plaudern. Sondern wollen mit euch ein ganz konkretes Thema diskutieren, und dazu unsere – kunstreuter international e.V. – und eure – Künstler, Kulturakteure, Veranstalter, Publikum, Anwohner – Meinungen, Kommentare und vielleicht auch Ideen und Zukunftsvisionen hören und sammeln:

Die prekäre Zukunft von Kunst und Kultur im Reuterkiez

Warum? In den vergangenen 7 Jahren wurden die Veranstaltungen Frühlingserwachen, 48 Stunden Neukölln, NACHTUNDNEBEL, Advents-Parcours aus dem Programm „Soziale Stadt“ im Kiez gefördert. Diese Förderung wird es ab 2013 NICHT MEHR geben.

Frühlingserwachen und Advents-Parcours stehen zu 100 % zur Disposition, was der Wegfall der „Kunstfiliale Reuterkiez“ für die 48 Stunden Neukölln im Reuterkiez bedeutet, wird sich zeigen (denn deren Arbeit wird nicht deckungsgleich durch die Festival-Zentrale aufgefangen werden, unser Kiezflyer jedenfalls ist dann definitiv nicht mehr finanziert), und auch das Stattfinden von NACHTUNDNEBEL im kommenden Jahr ist – wie immer – keinesfalls gesetzt.

Was ist die Konsequenz? Schluss mit lustig – und wir – als Kulturaktivisten – kämpfen wieder alle einzeln und alleine um Sichtbarkeit, Publikum und letztlich unsere künstlerische oder materielle Existenz bzw. wir – als Publikum – kommen nicht mehr in den Genuss des konzertierten Flanierens von Ort zu Ort? Oder soll es weitergehen? Gemeinsam weitergehen? Und wenn ja: wie?

Der – gemeinnützige, aber ungeförderte und von der Kunstfiliale Reuterkiez unabhängige  – Verein kunstreuter international e.V. wurde 2010 mit der Absicht gegründet, für diesen – vorhersehbaren – Moment die organisatorische Plattform parat zu haben, die es weiterhin ermöglicht, in der Kontiunuität solche Gemeinschaftsveranstaltungen zu konzipieren, zu organisieren und zu kommunizieren.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie es zukünftig laufen kann. Eine Variante schließen wir aber aus: Dass wir als Verein in unserer aktuellen – kleinen und ehrenamtlichen – Struktur Bäume ausreissen und Berge versetzen, um genügend Geld zu beschaffen, damit wir euch den gleichen Umfang, den gleichen Service – Aktivierung, Organisation, Plakate, Flyer, Internet, Pressearbeit etc. – frei Haus bieten können wie bisher.

Wir brauchen uns alle gegenseitig zukünftig also viel stärker als bisher: Mit unserem Engagement und unserer aktiven Unterstützung, so dass sich viele mit kleinen Beiträgen – durch ehrenamtliche Aktivitäten oder finanziellen Support – einbringen und gemeinsam etwas für alle schaffen.

Wir als Verein widmen uns gerne der Mission an sich, sie kann und wird aber nur gelingen, wenn ihr euch, mehr als es bislang notwendig war, engagiert. Der erste Schritt ist der Diskurs zum Thema, in den wir mit euch beim MEETISCH am 25. Juli einsteigen wollen. Denn uns interessiert, was ihr darüber denkt.

Lasst uns also drüber sprechen – seid ihr dabei?
Wir freuen uns auf euch – beflügelnde Grüße sendet der

kunstreuter

*** Das genderneutrale *innen denkt ihr euch im Rest des Textes bitte überall dort dazu, wo es hingehört.

PS: Feedbacks zur Zukunft gerne an kunstreuter@kunstreuter.de

PPS: Mitglied von kunstreuter international e.V. werden: HIER

(Die Autorin hat für diesen Beitrag ca. 1,5 Stunden ehrenamtliche Zeit investiert.)