kunstreuter-Logo

kunstreuter.de

Kunst und Kultur im Reuterkiez

Dein Block mein Kiez #2

Sonntag, 21.06.2009, 17:30 Uhr; Open-Air-Konzert

TRISTEZA :: Café · Bar, Pannierstr. 5

Es wird Sommer in Berlin. Das nehmen wir zum Anlass, um anzuknüpfen an „dein Block mein Kiez“ vom letzten Jahr. Es steht wieder ein Open-Air-Konzert an, welches mit Rap-Statements die Pannierstraße beschallen und für einen unterhaltsamen Sonntagabend sorgen wird. Ergänzen werden wir dies eine Woche später mit einer inhaltlichen Veranstaltung zu „Kanak Sprak“ und der rassistischen Rede vom „Verfall“ deutscher Sprache.
Nord-Neukölln zwischen „sozialem Brennpunkt“ und „Szenekiez“: Don’t make a habit of it!
Das Line-Up: Sookee (Rap/HipHop), Too Funk Sistaz (Rap/HipHop), Conexion Musical (Rap/HipHop), Schlagzeiln (Rap/HipHop), Easy Skankin Sound (Reggea/Roots)

Dienstag, 30.06.2009, 20:00 Uhr; Infoabend

TRISTEZA :: Café · Bar, Pannierstr. 5

Über die rassistische Rede vom „Verfall“ deutscher Sprache durch „Kanak Sprak“
„Ischwör, alta!“, „Lassma inne Tristeza gehen.“, „Musstu Doppelstunde fahrn.“ Gemeinsam ist den meisten Vorstellungen über die Ausdrucksweise, die Jugendliche zum Beispiel in Neukölln benutzen, dass es sich dabei um kein „richtiges“ Deutsch handle. Größtenteils wird unterstellt, die Jugendlichen könnten sich gar nicht ausdrücken, seien ungebildet und bedrohten mit ihrem „Kiezdeutsch“ die deutsche Sprache. Doch was soll denn „richtiges Deutsch“ überhaupt sein? Wie entwickelt sich ein Phänomen wie „Kiezdeutsch“? Und was hat die öffentliche Wahrnehmung von Kiezdeutsch mit Rassismus zu tun? Die Veranstaltung möchte eine allgemeine Einführung in die Zusammenhänge von Sprache und Gesellschaft bieten und die rassistische Rede über Kiezdeutsch beleuchten. Es soll gezeigt werden, dass Kiezdeutsch entgegen aller Unkenrufe eine sprachliche Weiterentwicklung ist und überhaupt keine deutsche Sprache bedroht.
Die Referentinnen: Antje Hornscheidt ist Professorin für Gender und Linguistik am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien in Berlin. Heike Wiese forscht zu Kiezdeutsch an der Uni Potsdam und ist dort Professorin für Deutsche Sprache der Gegenwart.


Kommentare

Leave a Reply